18 Aug, 2020

Mein erstes Mal Slowenien

geschrieben von Agnes

Mein erstes Mal Slowenien

Da muss ich auf jeden Fall nochmal hin!

Slowenien ist kein Geheimtipp mehr, die vielen Touristen um den Kurort Bled herum zeigen aber, dass es sich lohnt, das österreichische Nachbarland zu entdecken.
18 Aug, 2020
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Schön wie Österreich, entspannt wie Italien

Da ich ja auf dem Weg nach Kroatien bin, ist Slowenien nur ein Zwischenstopp für eine Nacht. Ich folge einer Campingplatzempfehlung aus dem Campingführer "Cool Camping Wohnmobil" und steuere nach dem Überqueren der Österreichisch-Slowenischen Grenze das Camp Zlatorog Bohinj, das wunderschön mitten im Wald an einem See gelegen ist. Eine Reservierung vorab ist bei diesem Campingplatz nicht möglich, ich fahre also auf gut Glück los.
 
Es geht Richtung Bled im Norden Sloweniens, das malerisch in den Bergen gelegen ist. Ich folge der Hauptstraße, die einen wunderschönen Blick auf den gleichnamigen Gletschersee freigibt und genieße die Fahrt entlang der Küstenstraße. Eigentlich wäre ich am liebsten hier geblieben, aber mein Ziel liegt noch ca. 30km weiter westlich, also setze ich die Fahrt durch schöne Landschaften und Dörfer fort. Gegen 14 Uhr komme ich am Ziel an und muss leider erfahren, dass alles ausgebucht ist. Ich bin nicht die Einzige, die hier nach einem Stellplatz fragt, die junge Frau an der Rezeption wirkt etwas genervt und drückt mir einen Zettel mit alternativen Campingplätzen in der Nähe in die Hand. Und bittet mich außerdem morgen um 12 Uhr hier zu sein, dann könne ich Glück auf einen Platz haben. Ich werfe einen Blick auf den Campingplatz - er ist bis auf den letzten Platz gefüllt, es ist sehr eng und wirklich schön sind nur die Plätze nahe am Wasser. Es gibt aber auch sehr viele Plätze entlang der Hauptstraße, was mich irgendwie nicht ganz überzeugt. Und dafür morgen nochmal wiederkommen, mich in eine Schlange stellen und hoffen, dass ich was bekomme? Das ist nicht das, was ich mir vorgestellt habe, also steuere ich einen Campingplatz an, an dem ich auf der Hinfahrt vorbei gekommen bin.
 
Das Camp Danica liegt an einem Fluss, ist nicht so malerisch, aber auch auf einem parkähnlichen Grundstück gelegen. An der Rezeption werde ich sehr nett empfangen, auch hier bin ich nicht die Einzige, die nach einem Platz sucht. Zum Glück ist hier noch einiges frei und ich suche mir einen Platz in der Nähe des Flusses unter Bäumen aus. In dem Bereich für Reisende ohne Reservierung gibt es keine abgetrennten Parzellen, es wird kreuz und quer geparkt. Zum ersten Mal bin ich dankbar, dass ich ein sehr langes Stromkabel dabei habe, der Stromkasten ist 15m entfernt.
Auch wenn es noch Plätze gibt, es ist auch hier recht voll. Das überrascht mich etwas, hatte ich doch damit gerechnet, dass aufgrund von Corona weniger Menschen ins Ausland reisen. Die Anlage selbst ist für eine Übernachtung absolut in Ordnung, es gibt zwei Sanitäranlagen, die eine sieht neu aus, die andere ist deutlich in die Jahre gekommen. Sauber sind sie aber beide. Nach einer kleinen Runde Yoga, leckerem Essen aus dem Bio-Laden am Chiemsee und einem bayrischen Bier geht es mir wieder besser und ich schlafe gut ein. Nachts regnet es, am nächsten Tag ist es stark bewölkt und ich beschließe direkt nach dem Frühstück aufzubrechen und weiter Richtung Süden zu fahren.
 
Gezahlt habe ich 18€ (inkl. eines 20prozentigen Aufschlags bei nur einer Nacht) plus 4,10€ für den Strom.
 
Mein Tipp: Slowenien besuchen! Falls ein Campingplatz vorher nicht buchbar ist so anreisen, dass man um 12 Uhr da ist. Dann ist die Chance auf einen Platz am größten.
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Auf den Punkt

Der kurze Abstecher nach Slowenien hat mir Lust auf mehr gemacht! Eine wunderschöne Natur, tolle Seen und malerische Städte, wie Bled, laden dazu ein länger zu verweilen.
Weltenbummler*in Agnes

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